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Physiologische Funktionen des N. trigeminus Einige für den
Organismus schädliche Substanzen können von Tier und Mensch mit Hilfe des
somatischen trigeminalen Systems registriert werden. Somit besteht die
Hauptaufgabe des trigeminalen Systems darin, den Organismus vor diesen
potentiell schädlichen Umwelteinflüssen zu schützen. Trigeminal wirksame
Stimuli induzieren vielfach Schmerzempfinden, was im Allgemeinen zur
Vermeidung des Reizes führt. So können mit Hilfe des trigeminalen Systems
Veränderungen der Temperatur, mechanische Reize (z.B. Berührungen, Druck),
aber auch chemische Substanzen detektiert werden. Eine wichtige Eigenschaft
der chemischen Stimuli, die eine trigeminale Antwort induzieren können, ist
deren Fettlöslichkeit. Nur so ist es diesen Substanzen überhaupt möglich,
die trigeminalen Nervenendigungen im Epithel zu erreichen. Ebenfalls von
Bedeutung sind die trigeminal vermittelten Reflexe, wie z.B. die Steigerung
der Nasenschleim-und Tränenproduktion (durch scharfes Essen) und der
kurzzeitige Abbruch der Atemtätigkeit (z.B. durch Einatmen von Essigsäure).
Um auf diese Umwelteinflüsse reagieren zu können, sind die trigeminalen
Neurone mit Mechano-(inkl. Proprio-), Thermo-, und Chemorezeptorproteinen
ausgestattet. Bislang konnten keine spezialisierten Duftrezeptorproteine
nachgewiesen werden. Die polymodalen Neurone des trigeminalen Systems lassen
sich vermutlich in trigeminale Subklassen mit unterschiedlichen sensorischen
Eigenschaften und Rezeptorausstattungen aufteilen. Trigeminale Fasern können
aufgrund ihres Durchmessers und ihrer Myelinisierung unterschieden werden.
Im nasalen Epithel kommen zwei Fasertypen vor; unmyelinisierte C-Fasern und
myelinisierte Aδ-Fasern. Die trigeminalen Neurone besitzen jedoch nicht nur
eine afferente sensorische Funktion, sondern können auch als Effektoren
dienen. Neuropeptide wie Substanz P, Tachykinin oder CGRP (calcitoningene-related
peptide) kommen in Capsaizin-sensitiven trigeminalen Fasern vor (peptiderge
Fasern). Diese Substanzen können bei Stimulation freigesetzt werden und
vielfältige Wirkungen haben. Ein Beispiel ist die über die Freisetzung von
Substanz P ausgelöste Kontraktion der Pupille nach vorangegangener
Stimulation trigeminaler peptiderger Fasern im Auge. Auch eine Beeinflussung
der Riechwahrnehmung durch die von trigeminalen Fasern freigesetzten
Neuropeptide wird diskutiert.
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Das trigeminale System vermittelt Duftinformationen
- Fast jeder Duftstoff in höherer Konzentration besitzt neben der
olfaktorischen Komponente (z.B. Menthol, Campher, Zimtaldehyd, Senföl)
auch eine trigeminale Komponente (z.B. kühl, frisch, stechend,
brennend, warm, prickelnd)
- Anosmiker können Düfte wahrnehmen und unterscheiden
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“Thermo-TRP-Kanäle“: Temperatur- und
Chemosensoren |
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TRPM8 ist ein Kälte- und Duftrezeptor |
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Behrend, Hatt et al. |
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